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‘Die Musik, diese gewaltig kalorienreiche Nachspeise des 19. Jahrhunderts, wird vom Koninklijk Concertgebouworkest unter der Leitung von dessen Chefdirigenten Mariss Jansons mit aller Liebe zum Detail ausmusiziert - makellos und effektvoll. Wie die ganze Produktion: eine betörend schöne Betäubung der Hohlheit des Werks.’ Frieder Reininghaus, Deutschlandradio (14 juni 2011)
Ingenieuze Onjegin van Stefan Herheim ****
‘Herheim verandert Jevgeni Onjegin in een langgerekte flashback en conceptueel sluit het als een bus. Zeer knap. […] Herheim blijft heen en weer schakelen tussen heden en verleden, of presenteert beide zelfs naast elkaar, tegelijkertijd, wat vaak mooie betekenisverdiepende effecten heeft. […] Het Concertgebouworkest, het Koor van DNO en Mariss Jansons stellen niet teleur.’ Erik Voermans, Het Parool (15 juni 2011)
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‘De dirigent Mariss Jansons probeerde met verzengende klanken de ware Tsjaikovski tot leven te wekken. Hij toverde met een hoornbegeleiding en liet de soloklarinet zachtjes snikken bij de dood van Ljenski (overtuigend gezongen door Andrej Dunaev) maar kon de voorstelling als geheel niet redden, ondanks de verbluffende interactie tussen het orkest en het Koor van de Nederlandse Opera.’ Bela Luttmer, De Volkskrant (16 juni 2011)
Magisches Seelentheater ‘Regisseur Stefan Herheim sucht in Amsterdam nach anderen Motiven und Umständen und verwendet dazu einen einfachen Trick, der aber fabelhaft funktioniert: Er inszeniert die Oper von ihrem Ende her, wenn Lenski schon lange tot ist und Onegin die verheiratete Tatjana auf einem Fest wiedersieht. […] Mariss Jansons am Pult dirigierte einen farbenreichen, beschwingten, schwelgenden, aber nie überdrehenden Tschaikowski und machte aus dieser Komposition ein lyrisches Poem der Erinnerungen. Und selten hört man ein so ausgewogenes Verhältnis von Orchester- und Sängerklang. Musikalische und szenische Deutung fanden aufs Schönste zusammen.’ Christoph Schmitz, Deutschlandfunk (15 juni 2011)
‘Selten gelingt es einer „Onegin“-Interpretation, eine solch exakte Balance herzustellen zwischen rückhaltloser, doch niemals sentimentaler Leidenschaft und sensualistischer Klangmalerei. Jansons schärft die Orchestersprache Tschaikowskys zu einer seismographisch registrierten Ausdruckslandschaft innerer Impulse. [...] Herheim aber traut Tschaikowskys Musik nicht, und er degradiert sie daher in seiner Inszenierung zu einem Zitat, zu einem bloß geliehenen, sentimentalen Pahos.’ Julia Spinola, Frankfurter Allgemeine Zeitung (16 juni 2011)
Sublieme ‘Jevgeni Onjegin’ van Jansons en Herheim ‘de nieuwe ‘Jevgeni Onjegin’ die De Nederlandse Opera dinsdagavond in het Holland Festival presenteerde, behoort tot het aller-, allerbeste wat er op operagebied hier ooit te zien is geweest. Een voorstelling die muzikaal en scenisch zó volmaakt is dat woorden volledige ontoereikend zijn om de perfectie ervan uit te drukken. Een sublieme totaalervaring die niemand die ooit verliefd is geweest onberoerd kan laten. […] De applausstorm bereikte orkaankracht toen dirigent Mariss Jansons het Koninklijk Concertgebouworkest in de bak liet opstaan. Wat een weelde en een weldaad om Tsjaikovski’s partituur op dit ongehoorde niveau te horen.’ Peter van der Lint, Trouw (16 juni 2011)
‘Natürlich ist der Klang schon an sich ein Wunder: die seelenvollen Holzbläser, die edelmürben Celli und die Leichtigkeit, mit der die Violinen ihre Phrasen wie vom Himmel zu pflücken scheinen. Doch ist dieser Tschaikowsky-Sound eben nicht nur schön, sondern erzählt auf ganz selbstverständliche Art alles, was wahr und wichtig ist: Die Sehnsucht nach dem Unwiederbringlichen, die aus den Szenen der Landleute im ersten Akt herausklingt, die Erinnerung an unbeschwerte Momente und verklungene Feste. Mit einer mitunter fast beiläufigen Melancholie erzählt Jansons’ Tschaikowsky, dass man sein Lebensglück einfach verpassen kann, dass dies gar keine Frage von Schuld ist. Und dass die Wehmut alles ist, was uns bleibt.’ Jörg Königsdorf, Der Tagesspiegel (16 juni 2011)
Traumsequenzen der Erinnerung Stefan Herheim und Mariss Jansons brillieren mit „Eugen Onegin“ in Amsterdam
‘Und Stefan Herheim in Amsterdam? Ihm glückt eine Aufführung der Oper, die von Beginn an durch Musikalität der Handlungsführung und Tiefenschärfe der Charaktere fesselt. Zeitebenen fließen wie im Traum ineinander, und es ist höchst spannend, zu beobachten, wie viel Potenzial an Unbewusstem, an doppelbödigen Erinnerungen, Projektionen, Traumata in den Figuren dieser Oper sichtbar wird. Und zugleich hörbar. Denn Mariss Jansons [...] beherrscht Tschaikowskys Musik wie seine Muttersprache. [...] Jansons und sein Concertgebouw Orchester lassen alles frei atmen, symphonisch gezügelt aus der Partitur emporströmen, transparent in der Wärme der Streicher, ohne Larmoyanz oder krachendes Auftrumpfen im dramatischen Duell-Bild oder beim finalen Scheitern Onegins.’ Wolfgang Schreiber, Süddeutsche Zeitung (16 juni 2011)
‘Dieser „Eugen Onegin“ kündet von großer Freiheit, generösem Loslassen, unbedingtem Vertrauen in seine Musiker und Sänger, den saftigen, nie fett klingenden Chor. Jansons wahrt grandios die Balance zwischen sinfonischem Anspruch und dramatischer Spannung. [...] Die Oper erstickt unter Herheims Ideen-überfülle. So geht es Herheim wie Onegin: am Ende hat er alles verloren.’ Manuel Brug, Die Welt (16 juni 2011)
Muziek ****
Regie ***
‘De Nederlandse Opera sluit het seizoen af met, na Der Rosenkavalier, weer een productie op muzikaal topniveau: het Koninklijk Concertgebouw staat in Jevgeny Onjegin onder leiding van chef-dirigent Mariss Jansons, de cast is met grote zorg samengesteld. Regisseur Stefan Herheim excelleert, zoals dezer dagen ook met Les Huguenots in de Brusselse Munt, in theatrale vondsten die wortelen in de muziek.’ Mischa Spel, NRC Handelsblad (16 juni 2011)
Spiegelungen von Innenräumen ‘Mit einer standing ovation hat das Premierenpublikum in Amsterdam auf die neue Produktion von Peter Tschaikowskys Puschkin-Oper «Eugen Onegin» von De Nederlandse Opera reagiert. Gefeiert wurde der Dirigent Mariss Jansons, gefeiert wurden das Koninklijk Concertgebouworkest und der Chor der Nederlandse Opera, die Sängerinnen und Sänger, die mitunter über sich hinauswuchsen. […]Nun ist jeder Ton auf eine Weise gestaltet und mit Emotion erfüllt, dass dieser Onegin einem ganz andere Seiten von sich – und vom Werk – offenbart. Grund dafür ist, dass die Inszenierung von Stefan Herheim der Musik hilft und die Ohren für neue Wahrnehmungsebenen öffnet. Herheim tut dies zwar mit einer üppigen Inszenierung (für die es dann auch einige Buhs gab), aber er stellt seine unerschöpfliche Phantasie ganz in den Dienst der Musik, und das macht ein intensives Hören auf die psychologischen Komponenten und Vernetzungen möglich, welche Mariss Jansons so brillant herausgearbeitet hat. Der Dirigent setzt alle Gestaltungsmittel so dosiert und differenziert ein, dass das Musikalische nirgendwo aus dem Gleichgewicht gerät. Wie er «Onegin» gestaltet und sich damit identifiziert, ist schon sehr ausserordentlich.’ Alfred Zimmerlin, Neue Zürcher Zeitung (17 juni 2011)
‘Laat het maar aan dirigent Mariss Jansons over, om met zijn Koninklijk Concertgebouworkest die trieste klanken op te poetsen en Tsjaikovski’s partituur in volle rijkheid te laten klinken. Regie en muziekdirectie sluiten hier een harmonieus verbond.’ Dirk Koppes, De Pers (22 juni 2011)
‘Was da aus dem Orchestergraben heraufflutet, ist eine Musik, die hoch bewusst und detailgenau erarbeitet ist, sich aber dennoch ganz frei und ungebunden dem Sog der Emotionen überantwortet. Jansons Interpretation lebt von einer sagenhaften Großzügigkeit in Klang und Phrasierung. Er malt die folkloristischen Chorszenen in warm leuchtenden Farben aus und spürt düster den todesdräuenden Unterströmen in der Partitur nach. […] Der Regisseur Stefan Herheim […] hat in Amsterdam […] ein raffiniert verschachteltes Spiel aus Traum- und Wachzuständen entwickelt, aus Projektionen und Erinnerungen, Fantasien und jähen Einbrüchen der Wirklichkeit, die sich über die drei Akte hinweg kaleidoskopartig ineinander verschränken.’ Claus Spahn, Die Zeit (22 juni 2011)
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‘Put too much steam into Tchaikovsky’s score and it wilts. Be too shy and retiring, on the other hand, and the tragic momentum evaporates. Jansons sets us on a simmer and gradually turns the heat to boiling. It is magisterially paced, stunningly played and, seemingly effortlessly, Jansons captures every aching nuance. […] Herheim’s innovations are often throbbingly acue (and sometimes wickedly funny).’ Neil Fisher, The Times (23 juni 2011)
‘Mit seinen königlichen niederländischen Concertgebouw-Musikern gibt Jansons bis 10. Juli eine Serie von Vorstellungen von Tschaikowskys „Eugen Onegin“ so grandios und einzigartig, so unglaublich leidenschaftlich und musikdramatisch ausdifferenziert, mit Liebe und Hingabe ausgehorcht in allerfeinsten Details und gebunden zu einer seelisch-menschlichen Größe, wie man diese „Lyrischen Szenen“ wohl lang nicht mehr hören wird.’ Karl Harb, Salzburger Nachrichten (24 juni 2011)
‘Et si les chœurs préparés par Martin Wright témoignent d’une parfaite cohésion malgré leur nombre, c’est toujours avec plaisir que l’on retrouve dans la fosse l’orchestre du Concertgebouw, une des meilleurs phalanges au monde, jouant avec brio sous la direction de son chef principal Mariss Jansons qui fait de la partition une lecture solide et contrastée, aux accents dramatiques où même les scènes de fête perdent leur caractère de simples divertissements.’ Jean Lucas, La voix du Luxembourg (25 juni 2011)
You’ve got to give Mr. Herheim credit for one thing. He bucks the trend of directors who favor décor that is drab or downright ugly. Philipp Fürhofer’s set depicting a hall of rich wooden paneling and green malachite-like walls, with a glassed-in stage in the center, is a real beauty. Gesine Völlm’s costumes are of similar luxuriousness. […] The Concertgebouw Orchestra, of which Mr. Jansons is music director, is here a dream of a pit orchestra. Mr. Jansons’s musicality is stamped on every phrase, and he ensures ideal coordination between singers and orchestra.’ George Loomis, International Herald Tribune (28 juni 2011)
‘Herheim erntet reichlich Buhs. […] Jubel aber für den hochdramatischen Seelengesang der Krassimira Stoyanova. Das Concertgebouworkest aber erfährt so frenetischen Jubel, dass am wahren Helden dieses Abends niemand ernsthafte Zweifel haben sollte.’ Lars von der Gönna, Westdeutsche Allgemeine Zeitung (29 juni 2011)
‘The chief delights of the performance were Jansons’s taut, passionate conducting and the superlative playing of the RCO.’ Hugh Canning, Opera (November 2011)
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